Playbook

Das 2026-Playbook für Google-Bewertungslöschung: Was funktioniert, was nicht mehr

Googles Richtlinien haben sich 2025 zweimal verändert. Wir zeigen, welche Eskalationspfade heute greifen, welche stillschweigend tot sind — und worauf es im Zweifel juristisch ankommt.

Dr. Lena Brandt

Geschäftsführung & Recht

14 Min. Lesezeit
Laptop mit juristischen Dokumenten und Notizen

2025 war ein turbulentes Jahr für Unternehmen, die sich mit Online-Bewertungen auseinandersetzen. Google hat seine Richtlinien in zwei Schritten verschärft — im Frühjahr die Regeln zur Identifikation von Nicht-Kunden, im Herbst die Prozesse zur juristischen Eskalation. Beides hat die Löschquoten von Agenturen, die mit veralteten Methoden arbeiten, dramatisch einbrechen lassen.

Wir haben in den letzten 12 Monaten über 1.800 Löschfälle bearbeitet und daraus ein aktualisiertes Playbook entwickelt. Dieses Jahr trennt die Spreu vom Weizen — und hier ist, was wir gelernt haben.

Was 2026 noch funktioniert

  • Präzise dokumentierte Verstöße gegen Google-Richtlinien mit Screenshots, Zeitstempel und Kontext
  • Nachweisliche Identifikation des Verfassers als Nicht-Kunde (z. B. fehlende Transaktion im CRM)
  • Juristische Einordnung als Schmähkritik oder falsche Tatsachenbehauptung nach deutschem Recht
  • Eskalation über den rechtlichen Weg mit anwaltlicher Vertretung in Berufungsfällen

Was nicht mehr funktioniert

  • Mass-Reports über Freunde und Mitarbeiter — Google erkennt Koordination
  • Generische Flagging-Gründe ohne konkreten Richtlinienbezug
  • Rein formale Eskalation ohne juristischen Unterbau
  • Versuche, Google-Mitarbeiter per Direct Messaging zu erreichen

Der juristische Unterbau wird zur Pflicht

Die vielleicht wichtigste Entwicklung: Google priorisiert Löschanträge mit formaler juristischer Grundlage. Eskalationen ohne anwaltliche Einordnung werden zunehmend pauschal abgelehnt — selbst wenn sie im Kern berechtigt sind. Unternehmen, die ohne juristisches Team arbeiten, sollten sich dringend eine spezialisierte Kanzlei oder Agentur suchen.

Die 90er-Methoden sind vorbei. Wer heute Bewertungen löschen lassen will, muss denken wie ein Anwalt — oder mit einem arbeiten."

Dr. Lena Brandt, Geschäftsführung REPO

Fazit: Qualität schlägt Masse

Unser Rat für 2026: Investieren Sie in wenige, gut vorbereitete Löschanträge statt in Volumen. Jeder Fall, der mit sauberer Dokumentation und juristischer Argumentation eingereicht wird, hat eine Erfolgschance von deutlich über 80 Prozent. Ohne diese Vorbereitung liegt die Quote bei unter 20 Prozent.

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